Neun Jahre verbrachte Richard Wagner als politischer Flüchtling in
Zürich. Sie gehörten zur produktivsten Zeit seines Lebens. In einem
wahren Schaffensrausch definierte er seine Ideen von Kunst und
Künstlertum neu. Die später sprichwörtliche Bezeichnung «Zukunftsmusik»
entstand in Anspielung auf seine epochemachende Schrift Das Kunstwerk
der Zukunft. In der Limmatstadt verwirklichte Wagner im Mai 1853 zum
ersten Mal seine Idee von eigenen Festspielen. Er arbeitete am
vierteiligen Ring des Nibelungen und leitete mit der Komposition von
Tristan und Isolde die musikalische Moderne ein. Grund genug, die
wegweisenden Jahre des extravaganten Künstlers 150 Jahre nach seinem
Wegzug aus Zürich in einer Sonderausstellung zu vergegenwärtigen.
Begleitpublikation und Rahmenprogramm ergänzen die mit viel Musik und
Farbe inszenierte Jubiläumsausstellung zur «Gesamtveranstaltung».